Wir stürzen uns gerade mit viel Idealismus ins “Abenteuer Recycling”. Solange es keine wirklich guten Alternativen zu Baumwolle und Co gibt, wollen wir versuchen, vorhandenes Material zu beleben/verbrauchen/retten. Für unser “Hemd-Projekt” sind das keine abgegriffenen Second-Hand Kleidungsstücke, sondern NEUWERTIGE Materialien. In London nannte man diese Stoffe “Pre-Consumer-Waste”.
Das sind Stoffe, die in den Fabriken und bei der Bekleidungsproduktion “abfallen”. Stoffrollen-Enden, Reste aus alten Kollektionen und Materialproben, sowie Verschnitt und Samples landen in Lagern und früher oder später auf dem Müll. Diese Stoffe sind NEU! Um die bestehenden Vorurteile gegenüber Recycling zu durchbrechen, verwenden wir hier den Begriff UPCYCLING! Etwas Vorhandenes AUFwerten! Da ist Aufklärung angesagt! Bis jetzt reagieren auch “Themenfremde” oft mit Interesse und erstaunter Zustimmung.
Denn wie viele Leute wissen schon von dem Müll, den die Modeindustrie eigentlich produziert. Neben dem Stoff spielt auch der Produktionsprozess eine entscheidende Rolle. Den meisten Endverbrauchern ist nicht bewusst, wie viele Kilometer die Kleidungsstücke schon hinter sich gelegt haben und mit welcher Menge an Chemikalien sie für ihre lange Reise ausgerüstet wurden, bevor sie in der Einkaufstüte landen. Aus diesem Grund lassen wir so lokal wie möglich produzieren. Wir arbeiten ausschließlich mit sozialen Produktionsstätten, wie zum Beispiel den Harz-Weser-Werkstätten, zusammen. Diese gemeinnützige Einrichtung gibt geistig und körperlich Behinderten die Chance sich einen geregelten Arbeitsalltag aufzubauen. Wer uns und das UPCYCLING unterstützen will… spread the word!
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