Kurz-Info
bio.Seidentraum hat sich zum Ziel gesetzt, Seidenstoffe und Seidengarne anzubieten, die ökologisch und nachhaltig produziert werden. Im Sortiment „BIO-SEIDE“ finden Modedesigner, Schneider und Hobby-Textilkünstler ein Angebot von verschiedenen Stoffen in zertifizierter Qualität nach dem weltweit anerkannten Global Organic Textile Standard GOTS.
Die Bio-Seide stammt aus dem biologisch-dynamischen
Landbauprojekt SABA, einem schweizerisch-chinesischen Joint-Venture der Firma
Alkena. In Sichuan wurden seit 1995 ca. 600.000 Maulbeerbäume gepflanzt. Die
Blätter der Maulbeerbäume sind das einzige Futter, das die Seidenraupen
akzeptieren. Sie wachsen hier nicht in einer reinen Monokultur, sondern
gedeihen nach biologisch-dynamischen Methoden zusammen mit Hunderten von
Obstbäumen und anderen Bäumen. Dadurch wird eine größere Bio-Diversität
erhalten und durch die geringere Dichte können sich Krankheiten weniger
katastrophal verbreiten. Auf
künstlichen Dünger, Antibiotika und wachstumsfördernde Hormone wird konsequent
verzichtet und dadurch ein gesundes Gleichgewicht erhalten. Die Seidenraupen
erhalten ein hochwertiges Futter mit dem Ergebnis, dass sie hochwertige
Seidenfäden produzieren. Sozial und fair gehandelt.
Der biologisch-dynamische Landbau von SABA verbessert die Lebensbedingungen in der Provinz Sichuan nachhaltig. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Produktion verhindern Kinderarbeit und garantieren den Arbeitern eine 5-Tage-Woche. Hand in Hand damit erfolgt auch eine Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse vor Ort. Feste Preise und Abnahmeverträge geben den Bauern Sicherheit.
Der Unterschied zwischen Bio-Seide und konventioneller Seide - Das qualitativ hochwertige Futter für die Raupen verbessert entscheidend die Qualität der Seide. Bio-Seide enthält keinerlei Rückstände aus künstlichem Dünger, Pestiziden oder wachstumsfördernden Substanzen. Bio-Seidenstoffe sind zertifiziert nach dem Global Organic Textile Standard. Die Seidenproduktion entspricht den Voraussetzungen für die Bezeichnung „Kontrolliert biologische Tierhaltung“ kbT.
Modefreude mit gutem Gewissen. Das zweite Segment ist „AHIMSA-SEIDE“: Seidenstoffe und Seidengarne, die ohne die Tötung von Seidenraupen hergestellt werden. AHIMSA bezeichnet im Sanskrit das Prinzip der Gewaltlosigkeit, das in vielen Religionen des Ostens die Grundeinstellung des Menschen gegenüber den Lebewesen und der Natur widerspiegelt. Inspiriert durch Mahatma Gandhis Philosophie der Gewaltlosigkeit und dem Respekt gegenüber allem Leben forschte der indische Staatsbeamte Kusuma Rajaiah mehrere Jahre nach Möglichkeiten einer ethisch und wirtschaftlich vertretbaren Methode, Seidenstoffe herzustellen, ohne die Schmetterlingspuppen in kochendem Wasser abtöten zu müssen. Es ist ihm gelungen, Methoden zu entwickeln, die in den ländlichen Regionen Indiens die Herstellung marktfähiger Produkte aus Maulbeerseide ermöglichen.
Das Ergebnis sind herrliche Garne und Stoffe, die ihre Liebhaber bis nach Hollywood gefunden haben. Ahimsa-Seide wird auch oft handgesponnen und findet dann als Seidengarn ihren Weg bis nach Europa. So ermöglicht die Ahimsa-Seidenzucht der ländlichen Bevölkerung ein sicheres und faires Einkommen. Kusuma Rajaiah hat auf sein Verfahren 2006 ein Patent erhalten.
Die wunderbaren Stoffe, Tücher und Schals sind pflanzengefärbt. Seidentraum ist Mitglied des IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.)
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