Zertifizierungen, Organisationen, Verbände, private Beratungsunternehmen
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Die Kriterien zur Vergabe von Zertifizierungen sind so vielfältig wie die vergebenden Institutionen und Unternehmen. Um dies zu Erkennen reicht bereits der Blick auf die Vielzahl der bestehenden Umwelt- und Qualitätszeichen allein für Textilien.
Hinzu kommen die unterschiedlichen Bewertungskriterien. Positiv ist jedoch, dass der Markt sich durch freiwillige Kontrollen und Zertifizierungen vielerorts verantwortungsbewußt zeigt.
Wir führen nur die wirklich wichtigsten nationalen und internationalen Organisationen und Zertifizierungen auf, die einen weltweiten Standard setzen.
Bio-Gro wurde 1983 in Neuseeland gegründet und gehört zu einer der großen internationalen Zertifizierungsorganisationen. Sie ist vor allem auf dem einheimischen Markt tätig und zertifiziert die in Neuseeland produzierten Bioprodukte.
COCC: Die Canadian Organic Certification Co-operative vergibt Zertifizierungen, die vor allem eine ökologische Produktionsweise von Organic Cotton einschließt.
Control Union, ehemals SKAL International, ist ein niederländischer, international führender Zertifizierer für kontrolliert biologischen Anbau. Er kontrolliert unter anderem die Textilrohstofferzeugung bis hin zum fertigen Produkt. Zertifizierungen sind z.B GOTS oder Soil Association. Diese sind weltweit von allen Zertifizierern und Anbauverbänden, welche ein Zertifizierungsprogramm haben, annerkannt.
ECO: Das ECO Sustainable Textile Siegel wird von der Control Union vergeben und umfaßt Richtlinien für die ökologische und nachhaltige Produktion in der Textilwirtschaft. Die Kriterien des GOTS-Standards müssen erfüllt sein.
ECOCERT eine Bio-Zertifizierer 1991 in Frankreich gegründet, führt Inspektionen in über 80 Ländern durch und gehört somit zu den großen Zertifizierern. Die Organisation überprüft weltweit etwa 30% des ökologischen Anbaus. Zertifiziert wird nach dem GOTS-Standard.
EUROBLUME: Das Europäische Umweltzeichen Euroblume wird seit 1993 vergeben und kennzeichnet Konsumgüter, die von der Herstellung bis zur Entsorgung geringere Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verursachen als vergleichbare Produkte. Kriterien für Textilien sind u.a. ein beschräkter Einsatz von umweltschädlichen und gesundheitsschädlichen Substanzen, geringe Verschmutzung von Wasser und Luft im Produktionsprozess, Erhalt der Passform und geringes Ausbleichen.
Fair Trade: Die Kriterien des Fairen Handels entsprechen den Internationalen Standards der Dachorganisation Fairtrade Labelling Organisations International (FLO) und enthalten folgende Grundsätze: Sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung von Frauen, Zahlung eines fairen Preises, Aufbau von Kapazitäten und Know-How sowie Schaffung von Chancen für wirtschaftlich benachteiligte Produzenten.
FAIR WEAR FOUNDATION: Die 1999 gegründete FWF ist eine niederländische Initiative zur Förderung von gesetzeskonformen und humanen Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit. Zertifiziert werden Firmen, die den FWF-Arbeitsverhaltenskodex annehmen und einer Überprüfung zustimmen.
FSC: Der Forest Stewardship Council hat Standards entwickelt in denen er sich um eine umweltgerechte, sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Waldbehandlung bemüht , um den Wald für zukünftige Generationen zu erhalten.
GOTS: Textilverbände aus Deutschland (IVN), England (Soil Association), USA (OTA) und Japan (JOCA) haben sich zusammengeschlossen und das Globale Organic Textile Standard Siegel (GOTS) zu etablieren. Der Standard entspricht dem früheren "Naturfaser IVN zertifiziert". 70% der Fasern müssen aus Bioanbau sein, die Weiterverarbeitung der Stoffe sowie deren Einsatz werden genaustens geregelt, soziale Mindeststandards und Fair Trade gehören ebenfalls zu den Statuten und unterliegen einer fortwährenden Prüfung.
ILO: Die International Labour Organisation arbeitet rechtsverbindliche Übereinkommen aus wie verschiedene Gebiete des Arbeitsrechts: Standards für Mutterschutz, Schutz vor temporären Angestellten, Altersgrenzen für bestimmte Arbeiten u.a.
IMO control: Das Institut für Marktökologie ist eine international anerkannte, unabhängige Kontroll-Organisation für die Zertifizierung von umweltfreundlichen Produkten, ökologischer Landwirtschaft und Management-Systemen. Dabei werden in über 70 Ländern soziale und ökologische Vorgaben für viele Labels und Produkte überprüft.
IVN: Der Internationale Verband für Naturtextilien ist ein Zusammenschluß von über 70 Unternehmen aus allen Stufen der Textilproduktion. Er hat sich zum Ziel gesetzt, gegen die Mißstände in der Textilwirtschaft aufmerksam zu machen und Maßnahmen gegen diese zu ergreifen. So das Entwickeln international gültiger Richtlinien für die Herstellung von Naturtextilien und Naturleder sowie durch die Vergabe von entsprechenden Qualitätskennzeichen.
JOCA: Japan Organic Cotton Association ist ein Zertifizierungssiegel aus Japan, das Richtlinien für eine umweltgerechte Produktion von Organic Cotton festlegt. Es zertifiziert nach dem internationalen GOTS-Standard.
KRAV ist eine private schwedische Zertifizierungsstelle, die den überwiegend in Schweden angebotenen Teil an Bioprodukten zertifiziert. Eine KRAV-Zertifizierung schließt eine EU-Kontrolle mit ein.
MADE-BY ist ein Verbraucherlabel, dass die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen in der textilen Produktionskette verbessern und diese transparenter machen will. Dabei soll der Anteil der verarbeiteten Organic Cotton Schritt für Schritt gesteigert werden. MADE-BY unterstützt Hersteller bei der Vorbereitung und Erlangung von Sozial- oder Umweltzertifikaten und beim Einkauf nachhaltiger Materialien wie biologischer Baumwolle über das MADE-BY-Netzwerk von Farmern, Spinnereien und Stoffherstellern.
NASAA: Die National Association for Sustainable Agriculture ist ein großes australisches, aber auch international zertifizierendes Label. NASAA bietet Unterstützung auf mehreren Ebenen an. Von der Beratung eines Unternehmens in Bezug auf Umweltmanagement, über umweltorientierte Produktion, bis hin zur technischen Information.
Naturtextil IVN zertifiziert BEST: ist derzeit der Standard mit den höchsten Ansprüchen an textile Ökologie und zeigt das im Augenblick maximale, realisierbare Niveau auf. BEST spiegelt die vom IVN entworfenen Richtlinien für Naturtextilien wieder und bildet die gesamte textile Produktionskette, in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht, ab.
Naturleder IVN zertifiziert: Als einziger Standard für Naturleder in Europa, garantiert er für die gelabelten Produkte ein hohes Niveau an Ökologie und Qualität.
New Ethics: Diese deutsche Zertifikat verbindet ökologische Naturtextilstandards z.B. GOTS, mit Unternehmenskriterien wie soziale Verantwortung und ethisch korrekter Produktion.
OCIA: Die Organic Crop Improvement Association ist eine der ältesten und anerkanntesten Bio-Zertifizierer. Die Amerikanische Organisation kontrolliert vom Anbau, über Produktion bis zum Händler, in über 20 Ländern Landwirte und Produzenten und bietet Zugang zu den globalen ökologischen Märkten.
OTA: Die Organic Trade Association ist die größte Amerikanische Organisation, die biologisch angebaute Agrarprodukte, Textilien, Produktion und Handel zertifiziert. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie sich zu einem der 4 großen Zertifizierer entwickelt und seitdem viele Organic Standards gesetzt. Textilien werden nach dem GOTS-Standard zertifiziert.
SA 8000: Dieses Zeritfikat bescheinigt, dass die Produktionsbedingungen bezüglich sozialer Mindeststandards geprüft wurde und dem internationalen Standard für sozial verantwortungsbewußtes und ethisch korrektes Verhalten des ILO entsprechen.
SKAL ist eine ehemalige Zertifizierungsstelle in den Niederlanden. Sie wurde umbenannt in Control Union.
Soil Association wurde bereits 1946 gegründet und ist das führende Zertifizierungslabel in England. Das Siegel bezieht sich in erster Linie auf die Umweltauswirkungen der Textilherstellung. Das Siegel gibt klare Standards für die ökologische Qualität der Textilien über die gesamte textile Kette vor.
Textiles Vertrauen 100: Bei diesem 1992 gegründetem Label handelt es sich um ein weltweit anerkanntes Prüf- und Zertifizierungssystem. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige und anerkannte Institute. Dieser Standard bestätigt der Textilproduktion hinsichtlich möglicher Schadstoffbelastungen gesundheitliche Unbedenklichkeit.
Textiles Vertrauen 1000 baut auf den Ökotexstandard 100 auf und ergänzt diesen um ökologische und soziale Faktoren im Herstellungsprozess.
USDA: Das United States Department of Agriculture regelt die Standards für jeden landwirtschaftlichen Betrieb oder Verarbeiter, der in den USA Bio-Produkte vertreiben will.